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Es wird viel nachgedacht über das Wohnen: wirtschaftlich, weil es akut an bezahlbarem Wohnraum fehlt; soziologisch, weil sich unsere Gesellschaft rasant verändert; politisch, weil die Verteilung von Raum Gerechtigkeitsfragen aufwirft; ökologisch, weil wir für das Wohnen Ressourcen brauchen und Emissionen verursachen – und natürlich auch architektonisch.
Der Sammelband betrachtet die Wandlungsprozesse des Wohnens aus transdisziplinärer Perspektive und konzentriert sich auf zwei Spannungsfelder: „Angemessenheit und Anspruchsdenken“ stellt Fragen nach bezahlbarem Bauen, neuen Standards und suffizienten Strategien. „Individualität und Gemeinschaft“ blickt auf gesellschaftliche Herausforderungen, kollektive Denk- und Lösungsansätze sowie alternative Wohnmodelle. Angereichert mit Expert*inneninterviews, Projektbeispielen und Faktenduschen zeigt die Publikation Wege auf, Wohnen neu zu denken und veränderte Praktiken in die Umsetzung zu bringen.